"Wäre ein Skandal": Schweizer fürchten Eishockey-Debakel

Nach der dritten Pleite im dritten Spiel beim olympischen Eishockey-Turnier ist bei der Schweizer "Nati" die Stimmung im Keller.
Peking (SID) - Nach der dritten Pleite im dritten Spiel beim olympischen Eishockey-Turnier ist bei der Schweizer "Nati" die Stimmung im Keller. Kapitän Raphael Diaz brüllte schon während des 3:5 gegen den Olympia-Neuling Dänemark seine Mitspieler auf der Bank an, Trainer Patrick Fischer malte nach der Schlusssirene das Horrorszenario an die Wand: "Mit vier Niederlagen nach Hause zu gehen, wäre ein Skandal."
Als Tabellenletzter der Vorrundengruppe B treffen die Eidgenossen in der Qualifikation zum Viertelfinale am Dienstag nicht wie erhofft auf einen der leichtesten Gegner. Das Aus schon in der ersten K.o.-Runde wäre für den Vize-Weltmeister von 2013 und 2018 ein schwerer Rückschlag - und ein Deja-vu. Vor vier Jahren in Pyeongchang war die Schweiz an der deutschen Mannschaft mit 2:3 nach Verlängerung gescheitert. Die Silber-Sensation des Nachbarn sahen Fischer und sein Team nur aus der Ferne.
Jetzt hat der Coach das Halbfinale als "ehrliche Zielsetzung" ausgegeben. Davon trennen die Schweizer, immerhin mit zwölf ehemaligen NHL-Profis bestückt, zwei Siege - und eine enorme Leistungssteigerung. "International war unsere Defensivleistung nicht gut genug", meinte Diaz, der sich vor allem über die zahlreichen Strafzeiten aufregte. "Wir sind extrem enttäuscht", sagte Fischer, "jetzt kommt die Woche der Wahrheit auf uns zu."